Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger des Brandenburger Innovationspreises 2026!
Die Gewinner in den drei Kategorien stehen fest und wurden von Ministerin Klement ausgezeichnet
Potsdam. Im fx.center Potsdam wurden heute von Martina Klement, Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg, die Preisträger des Brandenburger Innovationspreises 2026 geehrt. Der Preis wurde in diesem Jahr erstmals in drei Kategorien vergeben und bezog neben der fachlichen Beurteilung durch eine Jury unter dem Vorsitz von Staatssekretär Hendrik Fischer auch ein Online Voting der Öffentlichkeit ein.
„Wir brauchen Innovation für die Zukunft unseres Landes. Innovation bedeutet, sich weiterzuentwickeln, Veränderungen bewusst anzugehen, Mut zu beweisen und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Die Preisträgerinnen und Preisträger des Brandenburger Innovationspreises 2026 stehen genau dafür und sind herausragende Beispiele für das, was unser Land leisten kann. Ganz herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für Ihr Engagement in Brandenburg!“, würdigt Ministerin Klement die ausgezeichneten Innovationen.
Im feierlichen Rahmen des fx.centers in Potsdam – Babelsberg kam auch die Jury nochmals zu Wort und zeigte sich beeindruckt von den spannenden Einreichungen sowie den innovativen Potenzialen, die in Brandenburgs Unternehmen vorhanden sind.
Die Preisfigur wurde in diesem Jahr ebenfalls „Made in Brandenburg“ angefertigt. Ein Künstler von Mates – Robotic Manufacturing and Design hat die Gestaltung und Produktion übernommen.
Den Brandenburger Innovationspreis 2026 erhalten diese Innovationen:
„Sternenstaub“ für Quantencomputer von der quantum grade materials [qgm] aus Cottbus
Das Unternehmen ist Gewinner in der Kategorie NEUES.SCHAFFEN. Es entwickelte ein Verfahren zur Herstellung hochreiner Silizium‑Isotope für Quantencomputer und ist damit weltweit Vorreiter auf diesem Gebiet.
Der Kern der Innovation: 1000 Jahre Rechenzeit in nur einer Minute und damit komplexe Herausforderungen wie Medikamentenentwicklung und Klimaanpassung beschleunigen – dieses Versprechen machen Halbleiter-Quantencomputer. Doch Quantencomputern fehlt eine essenzielle Ressource: hochreines Silizium-28, welches nur im Weltall natürlich vorkommt. Die quantum grade materials [qgm] GmbH hat ein Verfahren patentiert, um aus einem auf dem Markt frei verfügbaren Ausgangsstoff reines Silizium-28 zu extrahieren und industriell nutzbar zu machen – hochrein, skaliert, ohne toxische Abfälle und „Made in Brandenburg“. Als erster kommerzieller Anbieter sichert [qgm] die Basis für die Technologie von morgen.
KI-Plattform Aury von der Aury Care GmbH aus Potsdam
Das Health Tech Startup gewinnt in der Kategorie FOKUS.SETZEN.Seine KI-Plattform für mentale Gesundheit, die von Prävention bis Therapie reicht und Menschen direkt und sicher im Alltag unterstützt, ist auch eine aktive Hilfe, um das Gesundheitssystem zu entlasten.
Kern der Innovation: Aury entwickelt eine der ersten EU-regulierten KI-Plattform für mentale Gesundheit, die Orientierung, Prävention und klinische Versorgung in einem Produkt vereint. Anders als klassische Chatbots arbeitet Aury mit einer kontrollierten Multi-Agenten-Architektur: Mehrere spezialisierte KI-Agenten planen, begleiten und sichern Gespräche – und wählen die passende Methode situativ aus. Entwickelt wurde die Innovation in Potsdam und Wildau. Sie wurde bereits erfolgreich mit über 2000 Nutzerinnen und Nutzern getestet. Perspektivisch kann das medizinische Modul dazu beitragen, Versorgungslücken zu schließen und jährliche Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen deutlich zu senken. Aury macht sichere, skalierbare psychologische Unterstützung für Patientinnen und Patienten zugänglich.
MineralCycle von der Nehlsen Berlin-Brandenburg GmbH & Co. KG aus Neuenhagen
Das Unternehmen hat den Preis in der Kategorie KRAFT.ENTFALTEN erhalten. Die Innovation ermöglicht die Rückgewinnung von Sand und Kies aus flüssigen Bauabfällen – sie werden in wiederverwendbare Baustoffe umgewandelt und Deponieabfälle dadurch reduziert.
Kern der Innovation: MineralCycle ist eine kompakte Recyclinganlage, die wässrig-mineralische Abfälle zu hochwertigen Recycling-Baustoffen (Sand/Kies) umwandelt. Vier parallel arbeitende Linien behandeln unterschiedliche Inputströme, gefolgt von einer Nassklassierung und einer geschlossenen Kreislauf-Wasseraufbereitung. Das Verfahren ist rein mechanisch, ohne chemische Reaktionen und ohne Frischwasserverbrauch. So erhalten Entsorgungsbetriebe eine nahe, zuverlässige Annahmestelle für bislang schwer verwertbare Abfallströme; Bauunternehmen und Kommunen können regional produzierten Recycling-Kies zu wettbewerbsfähigen Preisen beziehen.